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Canto ostinato für drei Klaviere,

Schamlos tonal – Klangfelder voller Harmonie

– Dorothea Schokking | Theo de Best | Christa Kneppeck (alle Piano) 

Samstag, 6. Juli 2019 – um 20.00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende zur Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit in St. Nicolai.

 

Simeon ten Holt (1923-2012) gehörte zur Avantgarde der niederländischen Musikszene und fühlte sich bis in die 1970er Jahre verschiedenen neutönenden Richtungen verpflichtet, darunter serielle und abstrakte Kompositionen, elektroakustische Musik sowie Kompositionen fürs Musiktheater.

Einen völligen Bruch mit seiner bisherigen Musik stellte sein Werk Canto ostinato dar, eine minimalistische Komposition mit variabler Länge und Struktur für ein oder mehrere Klaviere, geschrieben in einer beinahe klassisch anmutenden Harmonik. Das Werk entstand Anfang der 70er Jahre, zunächst unter dem Namen “Perpetuum”, schlummerte jedoch einige Zeit im Verborgenen.
Drei Jahre brauchte Ten Holt, um sich mit dieser tonalen Musik voller Wohlklang zu versöhnen: “Tonalität, so offen, so nackt, so explizit (…) Schamlose Romantik, sowohl angenehm, als auch verboten, eine verbotene Frucht”, resümiert er in seiner Autobiographie.

Nach der Uraufführung im April 1979 begann die Erfolgsgeschichte dieser hinreißenden Meditation über das Leben, das ewige Werden und Wiedervergehen. In den Niederlanden zählt sie seitdem zu den meistgespielten und -geliebten Kompositionen zeitgenössischer Musik. Die konzertierenden Grenzgänger Dorothea Schokking, Theo de Best sowie Christa Kneppeck entführen mit Canto Ostinato in die sinnbetörenden, zeit- und raumentrückten Klangfelder des Simeon ten Holt.

Zuhören auf eigene Gefahr!